Dilsen-Stokkem, Limburg
Der Überfall im Vossenhof
Am ersten Sonntag nach Allerheiligen war Kirmes in Rotem. Dies war ein geschäftiges Fest, aber auch eine Zeit der Gefahr. Abends wurde der Vossenhof zum Ort eines grauenhaften Verbrechens.
1 Der nächtliche Überfall
Am ersten Sonntag nach Allerheiligen war Kirmes in Rotem. Um etwa zehn Uhr nachts wurde an der Tür des Vossenhofes geklopft. Die Bewohner dachten, es seien die Priester, die sich wegen der Französischen Revolution versteckt hielten. Die Frau des Hauses hatte kaum die Gelegenheit, die Tür zu öffnen, da stürmten etwa fünfzig Räuber herein. Sie kamen, um alles Wertvolle zu stehlen.
2 Das Chaos und die Befreiung
Oben im Haus schliefen bereits einige Menschen. Die Räuber fesselten diese Menschen fest und warfen die Betten um. Die Nacht wurde zum Albtraum aus Gewalt und Raub. Die Räuber durchsuchten alles gründlich auf der Suche nach Geld und Kostbarkeiten. Nachdem die Bande ihre Beute gesammelt und den Hof geplündert hatte, verschwand sie in der Nacht. Ein tapferer Schafhirte entdeckte bald, was geschehen war, und befreite die gefesselten Menschen.
3 Die Erkennung
Zwei Wochen später wurde in Dilsen eine Auktion abgehalten. Ein Bauer aus dem Vossenhof ging mit seinem treuen Hund dorthin. Plötzlich sprang der Hund wild gegen eine der anwesenden Personen an und begann laut zu bellen. Der Hund schien etwas oder jemanden am Mann zu erkennen. Alle Umstehenden verstanden sofort, was das bedeutete. Sie glaubten, dass dieser Mann einer der Räuber war und der Hund ihn während des Überfalls erkannt hatte. Der Hund hatte nicht vergessen, was geschehen war.
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Quelle:
Vlaamse Volksverhalenbank
Wusstest du?
Diese Geschichte spielt sich während der Französischen Revolution ab, als Priester sich versteckten.
Heimweer.be — Europees Erfgoed Bewaard


