Der Heldentod der alten Stedinger
Die Stedinger waren friesische Bauern westlich von Bremen, seit 1100 auf freiem Land. Als Erzbischof Gerhard II. von Bremen 1227 ihnen den Zehnten auferlegte, lehnten sie ab. 1232 erklärte Papst Gregor IX. sie für Ketzer. Am 27. Mai 1234 wurden sie in der Schlacht bei Altenesch ausgerottet: 2.000-4.000 Tote, Ende des freien Bauernlandes.
1 Die Verweigerung
Die Stedinger lebten seit 1100 auf einer Inselgruppe in der Wesermarsch. Sie hatten selbst das Land trockengelegt, eigene Gerichtsbarkeit, eigene Kirchen. Erzbischof Gerhard II. von Bremen (1219-1258) forderte 1227, dass sie fortan Zehnt zahlen. Sie lehnten ab: nie hatten sie Zehnt gezahlt, das Land war ihr eigenes Werk. 1229 töteten Stedinger Bauern zwölf Priester-Steuereintreiber. Gerhard rief Papst Gregor IX. zu Hilfe.
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