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Bremen, Bremen

Der Heldentod der alten Stedinger

Tier 2+ - Supporter 2 min Historisch
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Die Stedinger waren friesische Bauern westlich von Bremen, seit 1100 auf freiem Land. Als Erzbischof Gerhard II. von Bremen 1227 ihnen den Zehnten auferlegte, lehnten sie ab. 1232 erklärte Papst Gregor IX. sie für Ketzer. Am 27. Mai 1234 wurden sie in der Schlacht bei Altenesch ausgerottet: 2.000-4.000 Tote, Ende des freien Bauernlandes.

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1 Die Verweigerung

Die Stedinger lebten seit 1100 auf einer Inselgruppe in der Wesermarsch. Sie hatten selbst das Land trockengelegt, eigene Gerichtsbarkeit, eigene Kirchen. Erzbischof Gerhard II. von Bremen (1219-1258) forderte 1227, dass sie fortan Zehnt zahlen. Sie lehnten ab: nie hatten sie Zehnt gezahlt, das Land war ihr eigenes Werk. 1229 töteten Stedinger Bauern zwölf Priester-Steuereintreiber. Gerhard rief Papst Gregor IX. zu Hilfe.

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Quelle: Schumacher, Geschichte der Stedinger 1865; Wegener, Stedinger 1862; Bremer Domchronik 1234.
Wusstest du? Der Stedinger Krieg (1232-1234) war der erste päpstliche Kreuzzug gegen Christen in Deutschland. Am 27. Mai 1234 standen ~11.000 Bauern gegen ~6.000 Ritter unter Floris IV. von Holland. Die Bauern wurden in einem Nachmittag besiegt. Das Stedingerland wurde von Bremen annektiert. Ein Gedenkkreuz von 1834 (600 Jahre) steht auf dem Schlachtfeld.
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