Der Schmied zu Jüterbog
Der Brandenburger Schmied Tilemann aus Jüterbog erhielt 1455 von einem verkleideten Sankt Petrus drei Wünsche. Er wollte: wer auf seinem Amboss sitze, könne nicht weg; wer auf seinem Stuhl sitze, könne nicht weg; wer in seinen Baumgarten klettere, könne nicht weg. Als der Tod drei Generationen später kam, fing Tilemann ihn.
1 Die drei Wünsche
1455. Tilemann (32), Schmied am Markt zu Jüterbog, empfing an einem Septemberabend einen alten Pilger mit schiefem Fuss. Er gab ihm Brot und Bier ohne Geld zu fordern. Der Pilger: «Tilemann, ich bin Sankt Petrus. Drei Wünsche.» Tilemann dachte. Erstens — wer auf meinem Amboss sitzt, bleibt, bis ich ihn freigebe. Zweitens — wer auf meinem Arbeitsstuhl sitzt, bleibt, bis ich ihn freigebe. Drittens — wer in meinen Baumgarten klettert, bleibt, bis ich ihn freigebe. Petrus: «Sonderbar. Keine Seelenseligkeit? Kein Reichtum?» Tilemann: «Der Rest kommt mit harter Arbeit.» Petrus verneigte sich.
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