Die Siegesgöttin auf dem Brandenburger Tor
Die Siegesgöttin Victoria auf der Quadriga des Brandenburger Tores wurde 1793 von Schadow entworfen. Napoleon liess die Quadriga im Dezember 1806 als Kriegsbeute nach Paris fahren, in zwölf Kisten. Erst 1814 kehrte sie zurück, mit dem preussischen Eisernen Kreuz ergänzt.
1 Die Entführung
21. Dezember 1806. Napoleon war einen Monat in Berlin, regierte Preussen durch ein Militärgouvernement. Er rief den Bildhauer Schadow ins Palais Unter den Linden: «Die Quadriga ist schön. Ich nehme sie mit. Es hängt von Eurer Arbeit ab; widerstrebt Ihr nicht, so wird sie respektiert.» Schadow war 48, Direktor der Berliner Akademie. Er protestierte einmal, gab nach. Zwölf französische Soldaten kletterten auf das Tor, demontierten die Quadriga in einem Tag. Zwölf Holzkisten reisten in drei Wochen nach Paris. Dort lagerte sie im Louvre-Schuppen, nicht ausgestellt.
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